Doch kein Ballersport-Verbot?
Regierung rudert nach Bild.de-Informationen
zurück
Von Paul Ronzheimer und Andreas Thewalt
Bye bye, Paintball? Durch die angestrebte
Verschärfung des Waffengesetzes droht dem
farbenfrohen Ballersport in Deutschland das
Verbot.
Die Große Koalition wollte das Spiel, bei dem
man sich gegenseitig mit Farbkugeln
beschießt, verbieten. Doch kurz vor dem
entscheidenden Treffen rudern führende
Politiker plötzlich zurück.
Sebastian Edathy (SPD), Vorsitzender des
Innenausschusses, zu BILD.de:
„Ich denke, wir sollten einen Schnellschuss
verhindern. Ich sehe keinen direkten
Zusammenhang zwischen Spielen wie Paintball
und dem Amoklauf von Winnenden. Wir sollten
ein neues Gutachten in Auftrag geben und
danach entscheiden, was wir machen.“
Zuvor hatte bereits der innenpolitische
Sprecher der SPD, Dieter Wiefelspütz, Zweifel
an einem Verbot geäußert.
Heute Abend treffen sich Innenpolitiker von
CDU und SPD, um noch einmal über die
geplanten Verschärfungen des Waffenrechts zu
verhandeln.
Danach sollte das Verbot eigentlich bereits
im Kabinett beraten werden. So war klar:
Jagdspiele wie Paintball sollen verboten und
mit einer Geldbuße von 5000 Euro belegt
werden. Nach Informationen von BILD.de gibt
es aber auch in der Union immer mehr Stimmen,
die sich gegen ein Verbot aussprechen.
Hintergrund ist offenbar der heftige Protest
aus der Paintball-Lobby.Abgeordnete bekamen in den vergangenen Wochen
immer mehr Protest-Mails.
Ein Abgeordneter,
der namentlich nicht genannt werden will, zu
BILD.de: „Die legen uns mit Protesten unser
Büro lahm."
Arne Petry, Chef der
Deutschen Paintball-Liga, bestätigte: „Wir
haben immer wieder darauf hingewiesen, dass
Paintball ein taktischer Mannschaftssport ist
und kein Amokläufer irgend etwas mit
Paintball zu tun hatte. Das hat jetzt
offenbar gewirkt.“
Von Paintball lebt inzwischen eine ganze
Wirtschafts-Branche: In Deutschland gibt es
rund 200 Spielfelder, dazu kommen 300 Händler
und Hersteller.
Insgesamt sind nach Angaben der Deutschen
Paintball-Liga knapp 20 000 Spieler aktiv,
die sich in abgelegenen Gebieten oder auf
Spielfeldern treffen, mit Farbmunition
aufeinander feuern. Beliebt ist Paintball
auch bei Unternehmen als Teambuilding. Auch
etliche Fußball-Bundesligisten waren schon
auf Paintball-Tour.
Paintball wird von Ärzten und Bauarbeitern
gespielt, ganze Manager-Seminare reisen dafür
an. Einer, der offen darüber spricht, ist
Rene Wienholtz. Als Vorstandsmitglied der
Strato AG sagte er bild.de: "Es macht
uns nicht zu Amokläufern, wenn wir Paintball
spielen. Das ist ein Extremsport, man muss
sich abstimmen. Beim Boxen geht es brutaler
zu.“
Aber warum dann die ganze Aufregung? Noch vor
wenigen Tagen hieß es in der Politik unisono:
Dieses brutale Spiel darf in Deutschland
nicht erlaubt sein! Rainer Wendt,
Vorsitzender der Deutschen
Polizeigewerkschaft, hat dafür eine einfache
Erklärung: „Politiker denken, sie müssen nur
ein Papier vollschreiben und dann wird alles
anders“, sagte er Bild.de.
Für Wendt ist ohnehin klar, dass ein Verbot
nicht umsetzbar ist: „Wir werden niemanden
kontrollieren, wenn er Paintball spielt. Das
ist schon personell gar nicht machbar.“
Quelle:bild.de
Also ihr wisst was zu tun ist : -weiter an einen Strang ziehen und den Politikern sachlich nahe bringen das Paintball nichts mit "TÖTUNGSSIMULATION" zu tun hat !!!!